Prof. Joachim Schmidt ist der Direktor der neuen Klinik für Thoraxchirurgie am UKB.

 

UKB baut Thoraxchirurgie und Lungenzentrum im regionalen Verbund weiter aus

Neue Klinik für Thoraxchirurgie setzt auf Robotik, minimal-invasive Verfahren, KI-Navigation und regional vernetzte Tumormedizin

Bonn, 16. April 2026 – Mit einer neu geschaffenen Professur und einer eigenständigen Klinik für Thoraxchirurgie erweitert das Universitätsklinikum Bonn (UKB) gezielt sein Angebot zur Behandlung von Lungenerkrankungen. Innovative und schonende Verfahren mithilfe der robotischen Chirurgie, computergestützte Diagnostikverfahren (Künstliche Intelligenz – KI), gelenkte digitale Patientenpfade und eine eng vernetzte, individuell auf jeden Patienten zugeschnittene Tumormedizin sind integraler Bestandteil der neuen Klinik.

 

Der Vorstandsvorsitzende und Ärztlicher Vorstand Prof. Uwe Reuter führt aus: „Mit der Berufung von Prof. Joachim Schmidt zum Direktor der neuen Klinik setzt das UKB auf einen strategischen Wegweiser, der die Thoraxchirurgie am Standort bereits seit Jahren maßgeblich prägt und erfolgreich weiterentwickelt. Seine Arbeit steht für eine moderne Chirurgie, die operative Exzellenz mit technologischer Innovation verbindet.“

Prof. Joachim Schmidt verfügt über umfangreiche klinische und wissenschaftliche Erfahrung aus renommierten nationalen und internationalen Stationen, die er gezielt in die Weiterentwicklung der Thoraxchirurgie am UKB einbringt. Seit 2020 leitet er die Thoraxchirurgie standortübergreifend am UKB sowie bereits seit 2016 am Helios Klinikum Bonn/Rhein-Sieg. Unter seiner Führung wurden abgestimmte Strukturen und ein gemeinsames Team etabliert, wodurch die Einheit heute zu den größten in Deutschland zählt. „Wir verbinden universitäre Spitzenmedizin mit moderner Hochtechnologie und einer eng abgestimmten regionalen Versorgung. Für unsere Patientinnen und Patienten bedeutet das eine koordinierte Behandlung mit hoher Spezialisierung und kurzen Wegen“, so Prof. Schmidt.

Mit der neuen Klinik verzahnt das UKB Diagnostik, Therapie und Forschung noch enger. Im Fokus stehen minimal-invasive und roboterassistierte Verfahren sowie KI-Unterstützung in Diagnostik und Behandlungsplanung. „Ab April startet bundesweit das Lungenkrebsscreening für Menschen mit starkem Zigarettenkonsum. Unser Ziel ist es, unklare Lungenbefunde schnell und präzise abzuklären und – wenn erforderlich – schonend nach modernsten Verfahren zu behandeln“, erklärt Prof. Schmidt. Bereits 2024 führte das UKB als erstes Zentrum in Deutschland ein hochmodernes System zur KI-gestützten roboterassistierten Diagnostik von Lungenherden (ION) ein.

 

Vernetzte Versorgung im Lungenkrebszentrum

Die neue Klinik ist Teil des DKG-zertifizierten, kooperativen Lungenkrebszentrums in Bonn und Siegburg. Neben dem UKB arbeiten das Johanniter-Krankenhaus Bonn, die Helios-Kliniken Bonn und Siegburg sowie über 40 spezialisierte Praxen zusammen. Alle Patientinnen und Patienten werden interdisziplinär in Tumorkonferenzen betreut, sodass sämtliche diagnostischen und therapeutischen Optionen in die individuelle Behandlung einfließen.

Mit dem Centrum für integrierte Onkologie (CIO Bonn) steht den Patient*innen am UKB eine zentrale und koordinierende Stelle zur Seite, um individuell und dem Erkrankungsverlauf entsprechend spezialisierte diagnostische und therapeutische Angebote sowie klinische Studien in die Behandlung einzubeziehen.

 

Forschung, Lehre und digitale Patientenpfade

Auch in Forschung und Lehre wird die Thoraxchirurgie weiter ausgebaut. Schwerpunkte sind robotische Systeme, KI-Anwendungen, Augmented Reality und bildgestützte Navigation. Die enge Zusammenarbeit mit der Universität Bonn sowie der Forschungsstandort BOSTER (Bonn Surgical Technology Center) schaffen ideale Bedingungen, um Innovationen schnell in die klinische Anwendung zu bringen.

„Medizinischer Fortschritt entsteht dort, wo Forschung und Versorgung eng verzahnt sind. Genau das treiben wir am UKB weiter voran – damit Innovationen wie Robotik und KI direkt bei den Patientinnen und Patienten ankommen“, sagt Prof. Bernd Weber, Dekan der Medizinischen Fakultät an der Universität Bonn.

 

 

Bildnachweis: Universitätsklinikum Bonn (UKB) / Chris Rausch

 

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Das Centrum für Integrierte Onkologie – CIO Bonn ist das interdisziplinäre Krebszentrum des Universitätsklinikums Bonn. Unter seinem Dach arbeiten alle Kliniken und Institute am Universitätsklinikum zusammen, die sich mit der Diagnose, Behandlung und Erforschung aller onkologischen Erkrankungen befassen. Das CIO Bonn gehört zum bundesweiten Netzwerk ausgewählter Onkologischer Spitzenzentren der Deutschen Krebshilfe. 2018 wurde aus dem seit 2007 bestehenden CIO Köln Bonn mit den universitären Krebszentren aus Aachen, Köln und Düsseldorf das "Centrum für Integrierte Onkologie - CIO Aachen Bonn Köln Düsseldorf" gegründet. Gemeinsam gestaltet dieser Verbund die Krebsmedizin für rund 11 Millionen Menschen.

Zum Universitätsklinikum Bonn: Im UKB werden pro Jahr über 480.000 Patient*innen betreut, es sind 8.800 Mitarbeiter*innen beschäftigt und die Bilanzsumme beträgt 1,5 Mrd. Euro. Neben den über 3.300 Medizin- und Zahnmedizin-Studierenden werden pro Jahr weitere 580 Frauen und Männer in zahlreichen Gesundheitsberufen ausgebildet. Das UKB steht im Wissenschafts-Ranking auf Platz 1 unter den Universitätsklinika (UK) in NRW, weist den vierthöchsten Case Mix Index (Fallschweregrad) in Deutschland auf und hatte 2020 als einziges der 35 deutschen Universitätsklinika einen Leistungszuwachs und die einzige positive Jahresbilanz aller Universitätsklinika in NRW.