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Unser Leitbild

Das Nationale Zentrum für Erbliche Tumorerkrankungen folgt dem Leitsatz des CIO:

"Gemeinsam gegen den Krebs. Gemeinsam für das Leben."

Das Nationale Zentrum für Erbliche Tumorerkrankungen am CIO Bonn vereint klinische Versorgung, Prävention und translationale Forschung zur Diagnostik und Behandlung genetischer Tumorprädispositionen. Im Mittelpunkt stehen insbesondere das Lynch-Syndrom, erbliche Polyposis-Syndrome sowie familiäre Formen von Magen- und Pankreaskarzinomen.

Hereditäre Tumorerkrankungen betreffen häufig mehrere Organsysteme und erfordern eine strukturierte, interdisziplinäre Betreuung über klassische organspezifische Versorgungsmodelle hinaus. Das Zentrum bündelt die Expertise aus Medizinischer Klinik I, Gynäkologie, Viszeralchirurgie, Urologie und Humangenetik in einem integrierten Versorgungskonzept. Ziel ist eine evidenzbasierte, risikoadaptierte Strategie entlang des gesamten Krankheitsverlaufs – von der genetischen Abklärung über individualisierte Vorsorgeprogramme bis hin zu innovativen Therapieansätzen.

 

Dr. Robert Hüneburg
Leiter des Zentrums für Erbliche Tumorerkrankungen im CIO Bonn:

"Erbliche Tumorerkrankungen verlangen eine strukturierte, interdisziplinäre Versorgung – genau dafür steht unser Zentrum."

Priv.-Doz. Dr. med. Tim VilzLeitung/Koordinator/Ansprechpartner
Zentrumskoordinator des Darmkrebszentrums, Senior-Darmkrebsoperateur der DKG,
Bereichsleiter der Kolorektalchirurgie und Oberarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie

 

 

Tumorboard

Unsere Tumorboards bieten eine interdisziplinäre Plattform, auf der erfahrene Fachärzt*innen aus verschiedenen medizinischen Bereichen zusammenkommen, um Patient*innenfälle zu besprechen und individuelle Diagnose- sowie Behandlungsstrategien zu entwickeln. Dabei orientieren wir uns stets an den aktuellen Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften, um eine optimale Versorgung sicherzustellen. Zuweisende Ärzt*innen  sind herzlich dazu eingeladen, ihre Patient*innen für eine umfassende Beratung vorzustellen.

PREVENT

Interdisziplinäres Netzwerk zur Diskussion komplexer Fälle genetischer Tumorprädispositionen
Die interdisziplinäre Fachkonferenz zur Diskussion komplexer Fälle genetischer Tumorprädispositionen PREVENT ist ein virtuelles, interdisziplinäres Netzwerk zur Diskussion komplexer Fälle hereditärer Tumorsyndrome im deutschsprachigen Raum.

Hereditäre Tumorerkrankungen betreffen häufig mehrere Organsysteme und erfordern daher eine strukturierte, interdisziplinäre Betreuung über klassische organspezifische Versorgungsmodelle hinaus. Um diese sehr komplexen Krankheitsbilder ausreichend zu besprechen, schaffen wir quartalsweise mit der PREVENT-Konferenz eine Struktur, um dieser Komplexität in allen Facetten gerecht zu werden. Die ausgewählten Fälle werden – im Vergleich zum wöchentlichen Tumorboard – detaillierter besprochen, da den einzelnen Krankheitsbildern in diesem Rahmen mehr Zeit gewidmet werden kann.
 
Ziel ist die fachübergreifende Bewertung von Diagnostik, Therapie- und Präventionsstrategien bei Patient*innen mit hereditären Tumorsyndromen. Folgendes zur Zentrumsseite: Trägerschaft und Koordination PREVENT wird am Universitätsklinikum Bonn (UKB) koordiniert und fachlich geleitet. Die organisatorische und wissenschaftliche Verantwortung liegt bei der Medizinischen Klinik I (Gastroenterologie, Hepatologie, Endokrinologie und Diabetologie) in enger Zusammenarbeit mit dem Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) Bonn. Das Deutsche Konsortium Familiärer Darmkrebs unterstützt PREVENT als überregionales Netzwerk spezialisierter Zentren und fördert die fachliche Vernetzung sowie den strukturierten Austausch im Bereich hereditärer Tumorsyndrome.

 

Organisation

Die zentrale Koordination erfolgt über die Ambulanz für erbliche Tumorerkrankungen der Medizinischen Klinik I. Hier werden Surveillance-Konzepte, Präventionsstrategien und interdisziplinäre Therapieentscheidungen strukturiert zusammengeführt. Durch standardisierte Abläufe und enge Vernetzung innerhalb des CIO Bonn entsteht eine kontinuierliche Betreuung für Patient*innen und Familien mit erhöhtem Krebsrisiko.

 Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Prävention und risikoadaptierten Vorsorge, einschließlich endoskopischer Hochrisiko-Programme, organspezifischer Screeningstrategien sowie der Integration neuer Technologien und KI-gestützter Verfahren. Gleichzeitig ermöglicht das Zentrum den Zugang zu innovativen klinischen Studien und translationalen Forschungsprojekten mit dem Ziel, Früherkennung und Therapie hereditärer Tumoren nachhaltig zu verbessern.

 Als nationales Referenzzentrum versteht sich das Zentrum für Erbliche Tumorerkrankungen als Plattform für interdisziplinären Austausch, strukturierte Versorgungspfade und die Weiterentwicklung präventiver Onkologie im deutschsprachigen Raum.

Wir möchten Sie bei allen sicherlich nicht einfachen Schritten Ihrer Erkrankung begleiten und Ihnen die bestmögliche Therapie anbieten.

Ansprechpartner des Zentrums 

Nationales Zentrum für Erbliche Tumorerkrankungen – Medizinische Klinik I (CIO Bonn)
Venusberg-Campus 1 (Gebäude 26)
53127 Bonn
Tel.: 0228-287-15260
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die zentrale Koordination des Nationalen Zentrums für Erbliche Tumorerkrankungen erfolgt über die Ambulanz für erbliche Tumorerkrankungen der Medizinischen Klinik I. Hier werden interdisziplinäre Abklärungen, risikoadaptierte Vorsorgeprogramme sowie Therapieentscheidungen strukturiert zusammengeführt.

Terminvereinbarung über die Ambulanz für erbliche Tumorerkrankungen.

Bei Fragen und/oder Problemen stehen wir Ihnen sehr gerne und jederzeit zur Verfügung.

Selbsthilfe

Das CIO Bonn arbeitet eng mit folgenden Selbsthilfegruppen und patientennahen Organisationen zusammen:

  • Zentrale Kontaktstellen in der Region und einzele Selbsthilfegruppen finden Sie hier
  • Die Deutsche Krebshilfe berät über das INFONETZ KREBS kostenfrei - telefonisch (+49 800 80 70 88 77) Erkrankte, Angehörige und Betroffene zu der Diagnose Krebs und hat spezielle Ratgeber herausgegeben:
    Die › Blauen Ratgeber.

Alle 6 Monate treffen sich über 20 Gruppen zu einem gemeinsamen Runden Tisch im CIO Bonn, um den gegenseitigen Austausch zu fördern. Hieran nehmen auch Entitäten übergreifende Gruppen teil.