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Unser LeitbildIcon Zentrum für Stammzelltransplantation und Zelltherapien

Das Zentrum für Stammzelltransplantation und Zelltherapien folgt dem Leitsatz des CIO:

"Gemeinsam gegen den Krebs. Gemeinsam für das Leben."

Die hämatopoetische Stammzelltransplantation bietet Patient*innen mit bestimmten schweren Bluterkrankungen die Chance der Heilung oder einer längeren Krankheitskontrolle. Hierbei werden die autologe und allogene Stammzelltransplantation unterschieden.
Des Weiteren werden in der Medizinischen Klinik III neu entwickelte und hoch effiziente Therapien mit genetisch veränderten Immunzellen (Lymphozyten) durchgeführt. Hierbei werden dem Patient*innen eigene Lymphozyten entnommen und mit einem spezifischen, für eine bestimmte Erkrankung entwickelten Rezeptor versehen (CAR T-Zellen, tumorspezifische TZR-exprimierende T-Lymphozyten). Danach werden diese Immunzellen den Erkrakten als Infusion zurückgegeben.

Autologe Stammzelltransplantation
Bei der autologen Stammzelltransplantation werden zuvor gesammelte körpereigene (autologe) Stammzellen transplantiert. Die körpereigenen Stammzellen werden dafür in enger Zusammenarbeit zunächst im Institut für Experimentelle Hämatologie und Transfusionsmedizin der Uniklinik Bonn gesammelt und eingefroren. Nach einer anschließenden hochdosierten Chemotherapie werden diese autologen Stammzellen transplantiert. Die autologe Stammzelltransplantation ermöglicht durch die schnellere Regeneration des blutbildenden Systems nach der Transplantation eine höher dosierte Chemotherapie und somit eine deutlich verbesserte Wirkung gegen die zu behandelnde Grunderkrankung.

Allogene Stammzelltransplantation
Bei der allogenen Stammzelltransplantation werden Ihnen Zellen von verwandten oder fremden, anonymen Spender*innen übertragen. Falls vorhanden werden ein verwandte Spender*innen bevorzugt. Die Stammzellen werden hierfür ebenfalls im Institut für Experimentelle Hämatologie und Transfusionsmedizin der Uniklinik Bonn gesammelt. Sollten keine verwandten Spender*innen zur Verfügung stehen wird eine weltweite Suche nach Fremdspender*innen durchgeführt und in den meisten Fällen identifiziert. Nach einer entsprechenden vorbereitenden sogenannten Konditionierungs-chemotherapie, ggf. in Kombination mit einer Bestrahlung, werden die allogenen Stammzellen transplantiert. Der entscheidende Vorteil einer allogenen Stammzelltransplantation ist das Erkennen der Grunderkrankung durch das neue Immunsystem als „Fremd“ und der daher folgenden Bekämpfung der Erkrankung durch das neue Immunsystem des Spenders.

Im Zentrum für Stammzelltransplantation und Zelltherapien werden routinemäßig autologe sowie allogene Stammzelltransplantationen durchgeführt. Im Rahmen der allogenen Stammzelltransplantation erfolgen in unserem Zentrum Transplantationen mit folgenden Spender*innen und Konditionierungsprotokollen:

  • Voll-passende Familienspender*innen
  • Voll-passende Fremdspender*innen
  • Nicht-voll-passende („mismatch“) Fremdspender*innen
  • Halb-passende („haploidenter“) Familienspender*innen
  • Myeloablative Konditionierung
  • Nicht-myeloablative Konditionierung mit reduzierter Toxizität, welche eine allogene Stammzelltransplantation auch bei Patient*innen über 70 Jahren ermöglicht

Durch die Teilnahme an multizentrischen internationalen klinischen Studien haben unsere Patient*innen die Möglichkeit, höchst innovative Behandlungsansätze zu erhalten mit den Zielen, die Ansprechraten und -dauer zu verbessern sowie mögliche Komplikationen zu reduzieren bzw. zu behandeln. Detaillierte Angaben zu unseren klinischen Studien finden Sie in der Studienübersicht.

Der wissenschaftliche Fokus liegt neben klinischen Studien in der intensiven translationalen Erforschung zellulärer und humoraler immunregulatorischer Mechanismen, welche im Rahmen einer Stammzelltransplantation die Immunreaktion beeinflussen.

Dr. Tobias HolderriedDr. Tobias Holderried
Leiter des Zentrums für Stammzelltransplantation und Zelltherapien

Univ.-Prof. Dr. Annkristin HeineUniv.-Prof. Dr. Annkristin Heine
Leiterin des Zentrums Stammzelltransplantation und Zelltherapie

"Die Therapie von Krebserkrankungen ist in den letzten Jahren sehr viel spezifischer geworden. Unser Ziel ist es, jedem Patienten ein maßgeschneidertes Therapiekonzept mit bestmöglichen Heilungschancen anzubieten. Hierfür werden Sie an unserem Zentrum durch hochqualifizierte Experten verschiedener Fachrichtungen beraten und betreut."

Dr. med. Lino L. TeichmannDr. med. Lino L. Teichmann
Leiter des Zentrums für Stammzelltransplantation und Zelltherapien

Univ.-Prof. Dr. Peter BrossartUniv.-Prof. Dr. med. Peter Brossart
Leiter des Zentrums für Stammzelltransplantation und Zelltherapien

"Als interdisplinäres Zentrum treffen wir Entscheidungen gemeinsam. Ziel ist es, die effektivste Kombination aller verfügbaren Therapieoptionen für den Patienten festzulegen, um die bestmöglichen Heilungschancen und Therapieergebnisse zu erzielen."

Selbsthilfe

Das CIO Bonn arbeitet eng mit folgenden Selbsthilfegruppen und patient*innennahen Organisationen zusammen:

  • Zentrale Kontaktstellen in der Region und einzele Selbsthilfegruppen finden Sie hier
  • Die Deutsche Krebshilfe berät über das INFONETZ KREBS kostenfrei - telefonisch (+49 800 80 70 88 77) Erkrankte, Angehörige und Betroffene zu der Diagnose Krebs und hat spezielle Ratgeber herausgegeben:
    Die › Blauen Ratgeber.

Alle 6 Monate treffen sich über 20 Gruppen zu einem gemeinsamen Runden Tisch im CIO Bonn, um den gegenseitigen Austausch zu fördern. Hieran nehmen auch Entitäten übergreifende Gruppen teil.

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