Medikamentenspende für Ukraine

 

Medizin für die Ukraine

Universitätsklinikum Bonn ermöglicht Spende

 

Bonn, 9. März 2022 – Das Universitätsklinikum Bonn (UKB) hat heute eine große Sendung von Medikamenten und medizinischen Gütern per LKW auf den Weg in die Ukraine gebracht. Prof. Alexander Mustea, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Gynäkologische Onkologie am UKB, organisiert den Transport von medizinischem Bedarf in Kriegsgebiete in der Ukraine. Am heutigen Vormittag wurden die ersten Spenden des UKB in der Apotheke abgeholt. Prof. Holzgreve, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKB, der auch für die sechs Universitätsklinika in NRW in koordinierender Funktion bei der Ukraine-Hilfe mit der Landesregierung tätig ist, verabschiedete heute den Fahrer, der die Ware nach Lwiw und Kiew bringen wird.

Der Krieg in der Ukraine hat weltweite Hilfsaktionen ausgelöst und die Landesregierung NRW hat sofort aktiv unterstützende Programme aufgelegt, bei denen das UKB stark engagiert ist. Prof. Alexander Mustea, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Gynäkologische Onkologie am UKB, stammt aus dem benachbarten Land Moldawien und erklärt: „Was die Situation ein wenig erleichtert, ist zu helfen, wo es geht. Zusammen mit dem Bonner Architekten Egor Kuru, dem Logistikunternehmer Viktor Harms und dem UKB haben wir einen Weg gefunden, so dass medizinische Hilfe dort ankommt, wo sie benötigt wird“, so Prof. Mustea. Mit der nötigen Ortskenntnis ist es ihm gelungen, die Transporte über Polen in die Ukraine zu organisieren.

Chefapotheker der UKB-Apotheke Dr. Ingo Schulze ermöglichte die schnelle und unbürokratische Bereitstellung der medizinischen Spende. In der ersten Lieferung, die heute am UKB abgeholt wurde, werden sechs Paletten für die humanitäre Hilfe zu Kinderkliniken und einem Herzzentrum in verschiedenen Städten der Ukraine transportiert. Eine davon enthält Medikamente für den besonderen Bedarf einer Kinderklinik, darunter Arzneimittel, für die dringende Therapie einer fünfjährigen Krebspatientin in der Ukraine. „Wir haben sofort dringend benötigte Arzneimittel – wie Antibiotika, Schmerzmittel und Lokalanästhetika – aus unserem UKB-Vorrat bereitgestellt“, sagt Prof. Wolfgang Holzgreve. Außerdem hat er ein Team für die Steuerung bereitgestellt, welches über sein Sekretariat, Frau Petra Hinz, (E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) koordiniert wird.

Prof. Mustea wurde bei der Organisation nicht nur von Egor Kuru, sondern auch von PD Dr. Hanno Matthaei, Oberarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax und Gefäßchirurgie am UKB, unterstützt. Ein besonders großer Dank des UKB gilt daneben auch Viktor Harms, der den Transport privat fährt und finanziell trägt. Ankommen werden die Medikamente voraussichtlich in den nächsten zwei Tage. Neben dem Kyiv City Children’s Clinical Hospital sollen weitere Kliniken in Kiew und Lwiw versorgt werden.

 

Bild oben: In der UK-Apotheke vor dem LKW-Transport: (v.l.) PD Matthaei, Oberarzt der Klinik Chirurgie, Chefapotheker Dr. Schulze, Vorstandsvorsitzender, der Bonner Architekt und Unterstützer der Spendenaktion Kuru, Prof. Mustea, Direktor der Gynäkologie und Viktor Harms, Fahrer und Sponsor des Transports.

Bildnachweis: Universitätsklinikum Bonn (UKB)/K. Wislsperger
Filmmaterial: https://ukbcloud.uniklinik-bonn.de/public/download-shares/SoxVa8hSVRpx6Sq1W1SgYDqOl4WOGQck

Pressekontakt:
Viola Röser
Stellv. Pressesprecherin am Universitätsklinikum Bonn (UKB)
Tel.: 0228 287-10469
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Zum Universitätsklinikum Bonn: Im UKB werden pro Jahr über 400.000 Patient*innen betreut, es sind 8.300 Mitarbeiter*innen beschäftigt und die Bilanzsumme beträgt 1,3 Mrd. Euro. Neben den über 3.300 Medizin- und Zahnmedizin-Studierenden werden pro Jahr rund 600 junge Menschen in anderen Gesundheitsberufen ausgebildet. Das UKB steht im Wissenschafts-Ranking auf Platz 1 unter den Universitätsklinika (UK) in NRW, weist den vierthöchsten Case Mix Index (Fallschweregrad) in Deutschland auf und hatte 2020 als einziges der 35 deutschen Universitätsklinika einen Leistungszuwachs und die einzige positive Jahresbilanz aller Universitätsklinika in NRW.

 


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