Personalisierte Dermatologie – moderne Therapeutika zur Behandlung von Hauterkrankungen

Patientenkolloquium des Universitätsklinikums Bonn über innovative Entwicklungen in der dermatologischen Medizin

  

Bonn, 11. Januar – Im Rahmen des regelmäßig stattfindenden Patientenkolloquiums „Uni-Medizin für Sie – Mitten im Leben“ lädt das Universitätsklinikum Bonn (UKB) in Kooperation mit dem General-Anzeiger Bonn zu einem Informationsabend ein. Unter dem Motto „Hautkrankheiten – neue Entwicklungen von Allergologie, entzündlichen Dermatosen bis hin zu Hautkrebs und Venenerkrankungen“ geben die beiden Direktorinnen des neuen Zentrums für Hauterkrankungen am UKB einen Überblick über Entwicklung der Dermatologie zu einem Fachgebiet mit zunehmender Spezialisierung sowie innovativen, ursächlichen Behandlungsmöglichkeiten bei verschiedenen Hauterkrankungen. Die kostenlose Veranstaltung findet am Donnerstag, 18. Januar, ab 18 Uhr als reine Präsenz-Veranstaltung im Hörsaal des Biomedizinischen Zentrums (BMZ) I, Gebäude B 13, statt.

Die Haut ist das größte und funktionell vielfältigste Organ des Menschen. Sie ist jedoch sensibel und kann leicht Krankheiten entwickeln, weshalb dermatologische Erkrankungen weltweit zu den häufigsten Krankheitsbildern zählen. Im Laufe ihres Lebens ist eine Vielzahl der Menschen von mindestens einer Hautkrankheit betroffen. Die Palette der Krankheitsbilder reicht dabei von harmlosen Hautveränderungen bis hin zu chronischen entzündlichen oder sogar zu lebensbedrohlichen Dermatosen.

Spezialisierung in der Dermatologie

„Dementsprechend ist die Dermatologie neben der dermatologischen Grundversorgung sehr vielfältig aufgestellt: es gibt beispielsweise allergologische, infektiologische, autoimmunologische, entzündliche, phlebologische oder onkologische Schwerpunkte. Hierauf möchten wir im Rahmen des Patientenkolloquiums eingehen und verschiedene Erkrankungsbilder vorstellen“, so Prof. Natalija Novak, eine der beiden Direktorinnen des Zentrums für Hauterkrankungen am UKB. Sie selbst hat sich auf allergologische und entzündliche Erkrankungen spezialisiert.

Verstärkt wurde die ausgeprägte Spezialisierung des dermatologischen Fachbereiches durch einen enormen Wissenszuwachs, der die Dermatologie in den letzten Jahrzehnten von einem traditionell durch die mikroskopisch und makroskopische Beobachtung geprägten Fach, zu einem molekular und ursächlich-orientierten Fach gewandelt hat. „Damit einhergehend wurden viele neue therapeutische Durchbrüche erreicht, etwa indem zielgerichtet und systemisch wirkende Therapien zur Behandlung von Erkrankungen wie Schuppenflechte, schwarzer Hautkrebs und seit neuestem auch bei Neurodermitis entwickelt werden konnten,“ führt Prof. Novak weiter aus.

Aktuelle und zukünftige Einsatzbereiche von KI in der Dermatologie

Im Rahmen der Informationsveranstaltung wird aber auch über den aktuellen und zukünftigen Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und Machine-Learning (MI) in der Dermatologie gesprochen. „KI-Algorithmen haben bereits Einzug in viele Bereiche der Medizin gehalten und können auch in der Dermatologie, besonders in der Dermatoonkologie erfolgreich bei der Diagnostik unterstützen,“ erläutert Prof. Jennifer Landsberg, Spezialistin für Hauttumorerkrankungen, die gemeinsam mit Prof. Nowak das Zentrum für Hauterkrankungen am UKB als Direktorin vorsteht. „Doch KI-Ansätze können auch für die Therapieplanung von onkologischen Erkrankungen hilfreich sein oder bei der Prognose von Krankheitsverläufen unterstützen,“ ergänzt Prof. Landsberg weiter.

Die beiden Direktorinnen des Zentrums für Hauterkrankungen am UKB haben sich deshalb vorgenommen, dass die Integration von KI zur Verarbeitung komplexer Daten am UKB weiterentwickelt werden soll, damit zukünftig neue Diagnosepfade erstellt und modernste, auf die Patientinnen und Patienten speziell zugeschnittene Therapieoptionen am Hauttumorzentrum des UKB angeboten werden können.

Nach den Vorträgen besteht die Gelegenheit, Fragen im Auditorium an die UKB-Referenten zu stellen. Fragen können gerne vorab auch an redaktion(at)ukbonn.de geschickt werden.

Bildnachweis: Universitätsklinikum Bonn / Alessandro Winkler

Pressekontakt:
Julia Weber
Pressereferentin und Medizinredakteurin
Stabsstelle Kommunikation und Medien am Universitätsklinikum Bonn
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E-Mail: julia.weber(at)ukbonn.de

 

 


Das Centrum für Integrierte Onkologie – CIO Bonn ist das interdisziplinäre Krebszentrum des Universitätsklinikums Bonn. Unter seinem Dach arbeiten alle Kliniken und Institute am Universitätsklinikum zusammen, die sich mit der Diagnose, Behandlung und Erforschung aller bösartigen Erkrankungen befassen. Das CIO Bonn gehört zum bundesweiten Netzwerk ausgewählter Onkologischer Spitzenzentren der Deutschen Krebshilfe. 2018 wurde aus dem seit 2007 bestehenden CIO Köln Bonn mit den universitären Krebszentren aus Aachen, Köln und Düsseldorf das "Centrum für Integrierte Onkologie - CIO Aachen Bonn Köln Düsseldorf" gegründet. Gemeinsam gestaltet dieser Verbund die Krebsmedizin für rund 11 Millionen Menschen.

Zum Universitätsklinikum Bonn: Im UKB werden pro Jahr über 480.000 Patient*innen betreut, es sind 8.800 Mitarbeiter*innen beschäftigt und die Bilanzsumme beträgt 1,5 Mrd. Euro. Neben den über 3.300 Medizin- und Zahnmedizin-Studierenden werden pro Jahr weitere 580 Frauen und Männer in zahlreichen Gesundheitsberufen ausgebildet. Das UKB steht im Wissenschafts-Ranking auf Platz 1 unter den Universitätsklinika (UK) in NRW, weist den vierthöchsten Case Mix Index (Fallschweregrad) in Deutschland auf und hatte 2020 als einziges der 35 deutschen Universitätsklinika einen Leistungszuwachs und die einzige positive Jahresbilanz aller Universitätsklinika in NRW.

 

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