Hneburg 1500x400px

 

Auszeichnung für Bonner Forschung beim Deutschen Krebskongress 2026

Dr. Robert Hüneburg und Prof. Jacob Nattermann erhalten 1. Platz bei Takeda Oncology Forschungspreis CRC

Dr. Robert Hüneburg, Oberarzt der Gastroenterologie an der Medizinischen Klinik und Poliklinik I für Allgemeine Innere Medizin, und Prof. Dr. Jacob Nattermann, stellvertretender Klinikdirektor der Medizinischen Klinik und Poliklinik I für Innere Medizin, wurden beim Deutschen Krebskongress in Berlin mit dem Takeda Oncology Forschungspreis CRC 2026 (1. Platz) ausgezeichnet. Der Preis wurde 2026 erstmals auch im Bereich Darmkrebs vergeben.

Der mit 20.000 Euro dotierte Preis würdigt ihr Forschungsprogramm zur Verbesserung der Vorsorge bei Menschen mit Lynch-Syndrom, der häufigsten erblichen Form von Darmkrebs. Betroffene haben ein deutlich erhöhtes Risiko, im Laufe ihres Lebens erneut zu erkranken – selbst bei regelmäßiger Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen.

Das Bonner Team untersucht, wie sich diese Vorsorge weiter verbessern lässt. Im Mittelpunkt steht die Studie CADLY2. Sie prüft, ob eine Darmspiegelung mit Unterstützung künstlicher Intelligenz dabei hilft, Veränderungen noch zuverlässiger zu erkennen als die herkömmliche Untersuchung.

Zusätzlich werteten die Forschenden Langzeitdaten von Patientinnen und Patienten aus, die bereits wegen Darmkrebs operiert wurden. Dabei zeigte sich, dass trotz regelmäßiger Nachsorge etwa jede fünfte Person im Verlauf erneut einen Tumor entwickelte. Bestimmte Faktoren wie höheres Alter, männliches Geschlecht oder die Lage des ursprünglichen Tumors spielten dabei eine Rolle.

Ziel der Forschung ist es, Risikopersonen künftig noch individueller zu betreuen, Vorsorgeintervalle gegebenenfalls anzupassen und Darmkrebs bei erblich belasteten Menschen möglichst früh oder idealerweise ganz zu verhindern.

Mit der Auszeichnung wird die Forschungsleistung der beiden Bonner Wissenschaftler auf nationaler Ebene gewürdigt.

 

 

 


Das Centrum für Integrierte Onkologie – CIO Bonn ist das interdisziplinäre Krebszentrum des Universitätsklinikums Bonn. Unter seinem Dach arbeiten alle Kliniken und Institute am Universitätsklinikum zusammen, die sich mit der Diagnose, Behandlung und Erforschung aller onkologischen Erkrankungen befassen. Das CIO Bonn gehört zum bundesweiten Netzwerk ausgewählter Onkologischer Spitzenzentren der Deutschen Krebshilfe. 2018 wurde aus dem seit 2007 bestehenden CIO Köln Bonn mit den universitären Krebszentren aus Aachen, Köln und Düsseldorf das "Centrum für Integrierte Onkologie - CIO Aachen Bonn Köln Düsseldorf" gegründet. Gemeinsam gestaltet dieser Verbund die Krebsmedizin für rund 11 Millionen Menschen.

Zum Universitätsklinikum Bonn: Im UKB werden pro Jahr über 480.000 Patient*innen betreut, es sind 8.800 Mitarbeiter*innen beschäftigt und die Bilanzsumme beträgt 1,5 Mrd. Euro. Neben den über 3.300 Medizin- und Zahnmedizin-Studierenden werden pro Jahr weitere 580 Frauen und Männer in zahlreichen Gesundheitsberufen ausgebildet. Das UKB steht im Wissenschafts-Ranking auf Platz 1 unter den Universitätsklinika (UK) in NRW, weist den vierthöchsten Case Mix Index (Fallschweregrad) in Deutschland auf und hatte 2020 als einziges der 35 deutschen Universitätsklinika einen Leistungszuwachs und die einzige positive Jahresbilanz aller Universitätsklinika in NRW.

 

 

 

 

 

 
© 2026 CIO Bonn