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Maligne Lymphome sind bösartige Erkrankungen des lymphatischen Systems. Das Lymphsystem ist ein Teil des Immunsystems. Beim malignen Lymphom weisen die Zellen des lymphatischen Systems ein unkontrolliertes und somit bösartiges Wachstum auf. Die ersten Symptome eines Lymphdrüsenkrebses sind meist uncharakteristisch.

 

Häufige Lymphomformen

  • Hodgkin-Lymphome
  • Non-Hodgkin-Lymphome, dazu zählen auch:
    • Multiple Myelome bzw Plasmozytome (treten vor allem in den Knochen auf)
    • Chronische lymphatische Leukämie (CLL) - die CLL wird sowohl zu den Lymphomen als auch zu den Leukämien (»weißer Blutkrebs«) gerechnet

 

Hodgkin Lymphom

Das Hodgkin Lymphom gehört bei Erwachsenen zu den bösartigen Tumorerkrankungen mit den höchsten Heilungschancen. Bei optimaler Therapie können über 80 Prozent aller Patient*innen mit der Diagnose Hodgkin Lymphom geheilt werden. Anders als viele andere bösartige Tumorerkrankungen sprechen die Hodgkin Lymphome sehr gut sowohl auf Strahlentherapie als auch auf Chemotherapie an.

 

Non-Hodgkin-Lymphome (NHL)

Auch die Non-Hodgkin-Lymphome werden in viele unterschiedliche Lymphom-Typen unterschieden. Dazu zählen auch die Multiplen Myelome sowie die Chronische Lymphatische Leukämie (CLL), zu denen Sie unter den Verlinkungen weitere Informationen finden.

Die Behandlung der Non-Hodgkin Lymphome hängt sehr von der jeweiligen Ausprägung und auch dem Alter der Patient*innen ab. Anders als beim Hodgkin Lymphom, bei dem in jedem Fall ein sofortiger Beginn der Behandlung empfohlen wird, kann bei den langsam wachsenden Non-Hodgkin-Lymphomen im Rahmen einer sehr gut geplanten regelmäßigen Kontrolle zunächst oft auf eine Behandlung verzichtet werden.

 

 symptome1 41 Erste Symptome

Bei einer Häufung folgender Anzeichen empfehlen wir, ohne Zögern einen Arzt oder Ärztin aufzusuchen:

  • Vergrößerung von Lymphknoten
  • Fieber ohne andere Erklärung
  • Gewichtsverlust
  • vermehrtes nächtliches Schwitzen

Bei den meisten Patient*innen fällt die Krankheit durch eine meist schmerzlose Schwellung der Lymphknoten, zum Beispiel am Hals oder in der Achselhöhle, auf. Lymphome können jedoch im gesamten Körper auftreten.

Sollte bei Ihnen der Verdacht eines malignen Lymphoms bestehen, wird Ihr behandelnder Arzt oder Ärztin weitere Untersuchungen veranlassen. Dieses können Laboruntersuchungen oder bildgebende Untersuchungen sein, wie z.B. eine Ultraschalluntersuchung oder Computertomographie. Zur Sicherung der Diagnose wird ein Lymphknoten oder anderes Gewebe entnommen, das im Verdacht steht, befallen zu sein. Ein Pathologe wird dieses Gewebe genau untersuchen und gegebenenfalls die Diagnose eines Lymphoms stellen.

 

 sprechblase 43Erstgespräch im CIO

Im ersten Gespräch mit den CIO-Lots*innen und den behandelnden Ärzt*innen wird zunächst überprüft, ob alle wichtigen Informationen und Befunde vorliegen und – falls nicht – werden zunächst entsprechende Untersuchungen veranlasst.

Sobald alle Befunde vorliegen, entscheiden Spezialist*innen aus den Disziplinen Internistische Onkologie/Hämatologie, Pathologie, Radiologie und Strahlentherapie (Verlinkung zu den Unterseiten) in den wöchentlichen Tumorboards gemeinsam, um welchen Krebs es sich genau handelt und wie weit dieser fortgeschritten ist. Auf dieser Basis erarbeiten sie dann eine individuelle Therapieempfehlung für die jeweiligen Patient*innen.

 

 behandlung 28 Behandlung im CIO

Standard Operating Procedures: Eigene Leitlinien sichern die Qualität der Behandlung

Die Therapie maligner Lymphome ist komplex: Die große Expertise bei dieser Erkrankung und die enge fachübergreifende Zusammenarbeit im CIO Aachen Bonn Köln Düsseldorf (ABCD) schafft in den vier Universitätskliniken die Voraussetzungen, den hohen Behandlungsanforderungen gerecht zu werden.

In den Therapieentscheidungen orientieren sich die CIO-Expert*innen an den so genannten S3-Leitlinien der jeweiligen Fachgesellschaften. Darüber hinaus gibt es im CIOzu fast allen Krebserkrankungen in den standortübergreifenden interdisziplinären onkologischen Projektgruppen (IOPs) eigene Behandlungsleitlinien (SOPs). Unter der Überschrift Lymphome haben sich im CIO mehrere Arbeitsguppen gebildet, die ihre SOPs regelmäßig an die neuesten Forschungsergebnisse sowie die Gegebenheiten an den vier Standorten anpassen.

 

Behandlung der Lymphome im CIO

Voraussetzung für die Behandlung der malignen Lymphome ist eine präzise Diagnose sowie eine exakte Risikoabschätzung. Hier bieten wir auch die Möglichkeit einer „Zweitmeinung“ an.

Viele der Erstlinien-Therapien sind ambulant durchführbar. In den Ambulanzen erfolgt auch die Durchführung der klinischen Studien, über die wir unseren Patient*innen Zugang zu neuen, vielversprechenden Therapieoptionen ermöglichen. Das umfangreiche Studienangebot reicht von der Erstlinientherapie bis hin zu innovativen Therapieansätzen im Rezidiv der Erkrankung.  

 

Netzwerke verbessern die Behandlung

Zur Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten engagieren sich die Spezialist*innen imCIO in verschiedenen Netzwerken zu den verschiedenen Lymphomtypen, in denen sie die wissenschaftliche Forschung aktiv vorantreiben.

Im › Kompetenznetz Maligne Lymphome (KML) haben sich die führenden deutschen Forschergruppen und Versorgungseinrichtungen zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist es, Wissen zu bündeln und Forschungsergebnisse schnell in die Patient*innenversorgung zu übertragen. Sowohl für Ärzt*innen als auch für Patient*innen werden ausführliche Informationen über maligne Lymphome bereitgestellt.

 

Supportive Maßnahmen

Begleitend zur therapeutischen Behandlung der Erkrankung ermöglichen wir allen schwer erkrankten Patient*innen immer auch die Mitbetreuung durch die Palliativmedizin. Unsere Erfahrungen mit diesem Modell der frühen palliativen Intervention sind durchweg positiv.

Unser ganzheitlicher Behandlungsansatz spiegelt sich auch in dem umfangreichen Behandlungsangebot aus dem Bereich der Psychoonkologie wider.

Darüber hinaus stellen wir folgende Angebote bereit:

 

Informationen und Links

Ausführliche Informationen zum Thema Lymphdrüsenkrebs finden Sie auf der › Webseite der Deutschen Krebshilfe. Die › Blauen Ratgeber der Deutschen Krebshilfe bieten Betroffenen, Angehörigen und Interessierten hilfreiche und ausführliche Materialien zu den Themen Krebstherapie, Prävention und Früherkennung.

In ihrem › Onko-Internetportal stellt die Deutsche Krebsgesellschaft Basis-Informationen für Patient*innen zu einem Großteil aller Krebserkrankungen bereit.

Auch der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums hat umfangreiches Material auf seiner › Webseite. Darüber hinaus besteht hier die schnelle Möglichkeit, telefonisch (von 8 bis 20 Uhr) oder per Mail unverbindlich Fragen an ein Expertenteam zu stellen.

Auf der Webseite › patienten-information.de informieren die Bundesärztekammer und die Kassenärztliche Vereinigung einfach und verständlich über Erkrankungen oder andere wichtige Gesundheitsthemen.

Eine eigene › Patient*innenleitlinie zum Hodgkin Lymphom wurde vom "Leitlinienprogramm Onkologie" entwickelt - darin werden in patientengerechter Sprache angemessene Vorgehensweisen bei ausgewählten onkologischen Erkrankungen beschrieben. Das Programm ist eine Initiative der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V., der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. und der Deutschen Krebshilfe e.V..

Weitere Informationen und Veranstaltungshinweise zum Thema Leukämien und Lymphome finden Sie bei der › Deutschen Leukämie- und Lymphom-Hilfe.

Das › Kompetenznetz Maligne Lymphome bietet einen umfassenden Überblick zu den Lymphomtypen, ihren Therapiemöglichkeiten und Studien.

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