Komplementäre Maßnahmen können die Krebstherapie ergänzen. Die Anwendung komplementärmedizinischer Therapieverfahren ist bei Krebspatienten weit verbreitet. Dies resultiert aus dem verständlichen Wunsch, nichts unversucht zu lassen, um eine Heilung zu erzielen.

Definitionsgemäß sind komplementärmedizinische Maßnahmen Ergänzungen oder Optimierungen der Krebsstandardtherapien. Sie sind mit Nachdruck zu unterscheiden von „alternativen Therapien“, die erprobte Standardtherapien ersetzen sollen. Therapeutische Maßnahmen, die komplementär zur erprobten Krebsstandardtherapie empfohlen werden, erheben den Anspruch, diese optimieren zu können.

Komplementärmedizinische Maßnahmen haben keinen eigenständigen Einfluss auf rezidiv- oder metastasenfreie Zeiten bzw. Überlebenszeiten. Sie können aber Nebenwirkungen der Standardtherapien reduzieren bzw. verhindern und somit die Lebensqualität stabilisieren. Daraus folgt, dass die Standardtherapien bzgl. Dosierung und Zeitintervall optimal verabreicht werden können, was die Chancen auf Heilung verbessert.

Für einzelne komplementäre Therapiemaßnahmen liegen Daten aus kontrollierten klinischen Studien vor. Sie belegen deren Unbedenklichkeit und Wirksamkeit, erkennbar am Patientenvorteil, der sich insbesondere an verbesserter Lebensqualität durch Reduktion von tumor- bzw. therapiebedingten Symptomen bzw. Nebenwirkungen zeigt. Für die meisten der naturheilkundlichen Verfahren fehlen allerdings kontrollierte Studien zu Unbedenklichkeit und Wirksamkeit. Die Absprache mit dem behandelnden Arzt ist daher unerlässlich, um unerwünschte Wechselwirkungen mit anderen Therapiemaßnahmen zu vermeiden und mögliche Nebenwirkungen rechtzeitig zu erkennen.

 

Komplementärmedizin - Was ist das?

  • eine Ergänzung der Standardtherapie
  • eine Hilfe, die Lebensqualität der Krebspatienten zu stabilisieren
  • eine Möglichkeit, Nebenwirkungen der Krebstherapie zu mindern
© 2020 CIO Bonn