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Das Zentrum für personalisierte Medizin (ZPM) Bonn folgt dem Leitsatz des CIO:

"Gemeinsam gegen den Krebs. Gemeinsam für das Leben."

Das Zentrum für personalisierte Medizin (ZPM) Bonn ist Teil des deutschen Netzwerks für personalisierte Medizin (DNPM) und somit Teil einer Kooperation von 21 Standorten in Deutschland, die sich der Mission verschrieben haben, gemeinsam die medizinische Versorgung und Lebensqualität von Patient*innen mit onkologischen Erkrankungen in ganz Deutschland zu verbessern. Ziel des Netzwerks ist es, Betroffenen einfache Zugangswege zu personalisierter Medizin zu ermöglichen. Der Bonner Standort spezialisiert sich aktuell auf die personalisierte Medizin in der Onkologie. Seit 2022 bietet das ZPM Bonn eine personalisierte Versorgung und ein breites Netzwerk im Bereich der molekularen Medizin. Mit dem Fokus auf personalisierte Therapien bieten wir sowohl ein Bonner als auch ein standortübergreifendes molekulares Tumorboard mit Aachen, Köln und Düsseldorf an. Wir wissen, wie wichtig ein interdisziplinärer Austausch gerade auch über Standortgrenzen hinaus ist.

Ein Ausbau des ZPM in weitere Krankheitsbilder ist angestrebt.

 

Univ.-Prof. Dr. Peter Brossart

Univ.-Prof. Dr. Peter Brossart
Vorsitzender des Zentrums für personalisierte Medizin im CIO Bonn:

"Als interdisplinäres Zentrum treffen wir Entscheidungen gemeinsam. Ziel ist es, die effektivste Kombination aller verfügbaren Therapieoptionen für den Patienten festzulegen, um die bestmöglichen Heilungschancen und Therapieergebnisse zu erzielen."

PD Dr. Georg Feldmann

PD Dr. Georg Feldmann
Stellvertretender Vorsitzender des Zentrums für personalisierte Medizin im CIO Bonn:

PD Dr. Verena TischlerPD Dr. Verena Tischler
Stellvertretende Vorsitzende des Zentrums für personalisierte Medizin im CIO Bonn:

Prof. Dr. Ingo Schmidt-Wolf

Univ.-Prof. Dr. Ingo Schmidt-Wolf
Leiter des Onkologischen Zentrums im CIO Bonn:

„Wir entwickeln gemeinsam Strategien. Dies ist wirklich ein Mehrwert für eine optimale Versorgung. Zudem ist es ein Kernanliegen des CIO, dass Betroffene und deren Angehörige nicht nur kompetent behandelt werden, sondern auch menschlich begleitet und ganzheitlich betreut werden."

Die Ziele des DNPM

  • Deutschlandweit einheitliche Versorgung von Patient*innen mit personalisierter Krebsmedizin
  • Verbesserung der medizinischen Erfolge
  • Verbesserung der Lebensqualität
  • Verbesserte Zugangswege zu personalisierter Medizin
  • Bereitstellung unabhängiger Informationen über die personalisierte Medizin
  • Etablierung vergleichbarer Methoden an den Standorten
  • Aufbau regionaler Netzwerke, um Patient*innen in allen Regionen deutschlands Zugang zur Personalisierten Medizin zu ermöglichen
  • Wissensgewinn über einzelne Zentren hinweg
  • Vernetzung der Datenbestände
  • Austausch von Kompetenz
  • Vernetzung der Forschung mit deutschlandweiten Studien

 

Zielgerichtete Therapien für die Behandlung von Krebs

Tumorerkrankungen sind komplex und individuell. Die personalisierte Medizin findet Unterschiede im komplexen Krankheitsgeschehen einzelner Betroffener und bietet dadurch gezielte Hilfe. Die meisten Tumore können mit Standardtherapien nach den sogenannten Leitlinien behandelt werden. Bei manchen Patient*innen wirkt diese Leitlinientherapie nicht, oder nicht mehr. In diesen Fällen kann eine detaillierte genauere Untersuchung der individuellen molekularen Eigenschaften des Tumors helfen, eine zielgerichtete Therapie zu finden, die auf die Erkrankung der Patient*innen zugeschnitten ist.

Mit Hilfe moderner molekularer Analysen und bildgebender Verfahren werden individuelle Merkmale eines Tumors und der betroffenen Person erfasst. Anhand dieser Merkmale werden persönliche molekulare Tumorprofile erstellt. Diese helfen dabei, für die individuelle Krebserkrankung passende Therapieoptionen in spezifische Untergruppen einzuteilen. Das Ziel ist eine präzise, individuelle Medizin, bei der jede*r Patient*in eine optimale und auf sich abgestimmte Behandlungsstrategie erhält.

 

Molekulare Tumorboards

Die Interpretation der molekularen Profile von individuellen Erkrankungen erfordert die Zusammenarbeit von Spezialist*innen verschiedener Fachrichtungen. In interdisziplinären Fallkonferenzen, der molekularen Tumorboards, werden die molekularen Profile der Betroffenen analysiert und Therapieoptionen besprochen.

Molekulares Tumorboard in Bonn
Mittwochs: 13:15 – 14:00 Uhr
Leitung: PD Dr. G. Feldmann und PD Dr. V. Tischler

Gemeinsames molekulares Tumorboard mit den Standorten Aachen, Bonn, Köln und Düsseldorf
Mittwochs: 14:00 – 15:00 Uhr (zweiwöchentlich)
Leitung: Prof. Dr. J. Wolf (CIO Köln)  


Weitere Informationen zu den molekularen Tumorboards finden Sie hier:
www.ciobonn.de/behandlung-im-cio/tumorboards

zertifiziert nach DKG und ISO 9001:2015


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Unser LeitbildIcon Zentrum für Stammzelltransplantation und Zelltherapien

Das Zentrum für Stammzelltransplantation und Zelltherapien folgt dem Leitsatz des CIO:

"Gemeinsam gegen den Krebs. Gemeinsam für das Leben."

Die hämatopoetische Stammzelltransplantation bietet Patient*innen mit bestimmten schweren Bluterkrankungen die Chance der Heilung oder einer längeren Krankheitskontrolle. Hierbei werden die autologe und allogene Stammzelltransplantation unterschieden.
Des Weiteren werden in der Medizinischen Klinik III neu entwickelte und hoch effiziente Therapien mit genetisch veränderten Immunzellen (Lymphozyten) durchgeführt. Hierbei werden dem Patient*innen eigene Lymphozyten entnommen und mit einem spezifischen, für eine bestimmte Erkrankung entwickelten Rezeptor versehen (CAR T-Zellen, tumorspezifische TZR-exprimierende T-Lymphozyten). Danach werden diese Immunzellen den Erkrakten als Infusion zurückgegeben.

Autologe Stammzelltransplantation
Bei der autologen Stammzelltransplantation werden zuvor gesammelte körpereigene (autologe) Stammzellen transplantiert. Die körpereigenen Stammzellen werden dafür in enger Zusammenarbeit zunächst im Institut für Experimentelle Hämatologie und Transfusionsmedizin der Uniklinik Bonn gesammelt und eingefroren. Nach einer anschließenden hochdosierten Chemotherapie werden diese autologen Stammzellen transplantiert. Die autologe Stammzelltransplantation ermöglicht durch die schnellere Regeneration des blutbildenden Systems nach der Transplantation eine höher dosierte Chemotherapie und somit eine deutlich verbesserte Wirkung gegen die zu behandelnde Grunderkrankung.

Allogene Stammzelltransplantation
Bei der allogenen Stammzelltransplantation werden Ihnen Zellen von verwandten oder fremden, anonymen Spender*innen übertragen. Falls vorhanden werden ein verwandte Spender*innen bevorzugt. Die Stammzellen werden hierfür ebenfalls im Institut für Experimentelle Hämatologie und Transfusionsmedizin der Uniklinik Bonn gesammelt. Sollten keine verwandten Spender*innen zur Verfügung stehen wird eine weltweite Suche nach Fremdspender*innen durchgeführt und in den meisten Fällen identifiziert. Nach einer entsprechenden vorbereitenden sogenannten Konditionierungs-chemotherapie, ggf. in Kombination mit einer Bestrahlung, werden die allogenen Stammzellen transplantiert. Der entscheidende Vorteil einer allogenen Stammzelltransplantation ist das Erkennen der Grunderkrankung durch das neue Immunsystem als „Fremd“ und der daher folgenden Bekämpfung der Erkrankung durch das neue Immunsystem des Spenders.

Im Zentrum für Stammzelltransplantation und Zelltherapien werden routinemäßig autologe sowie allogene Stammzelltransplantationen durchgeführt. Im Rahmen der allogenen Stammzelltransplantation erfolgen in unserem Zentrum Transplantationen mit folgenden Spender*innen und Konditionierungsprotokollen:

  • Voll-passende Familienspender*innen
  • Voll-passende Fremdspender*innen
  • Nicht-voll-passende („mismatch“) Fremdspender*innen
  • Halb-passende („haploidenter“) Familienspender*innen
  • Myeloablative Konditionierung
  • Nicht-myeloablative Konditionierung mit reduzierter Toxizität, welche eine allogene Stammzelltransplantation auch bei Patient*innen über 70 Jahren ermöglicht

Durch die Teilnahme an multizentrischen internationalen klinischen Studien haben unsere Patient*innen die Möglichkeit, höchst innovative Behandlungsansätze zu erhalten mit den Zielen, die Ansprechraten und -dauer zu verbessern sowie mögliche Komplikationen zu reduzieren bzw. zu behandeln. Detaillierte Angaben zu unseren klinischen Studien finden Sie in der Studienübersicht.

Der wissenschaftliche Fokus liegt neben klinischen Studien in der intensiven translationalen Erforschung zellulärer und humoraler immunregulatorischer Mechanismen, welche im Rahmen einer Stammzelltransplantation die Immunreaktion beeinflussen.

Dr. Tobias HolderriedDr. Tobias Holderried
Leiter des Zentrums für Stammzelltransplantation und Zelltherapien

Univ.-Prof. Dr. Annkristin HeineUniv.-Prof. Dr. Annkristin Heine
Leiterin des Zentrums Stammzelltransplantation und Zelltherapie

"Die Therapie von Krebserkrankungen ist in den letzten Jahren sehr viel spezifischer geworden. Unser Ziel ist es, jedem Patienten ein maßgeschneidertes Therapiekonzept mit bestmöglichen Heilungschancen anzubieten. Hierfür werden Sie an unserem Zentrum durch hochqualifizierte Experten verschiedener Fachrichtungen beraten und betreut."

Dr. med. Lino L. TeichmannDr. med. Lino L. Teichmann
Leiter des Zentrums für Stammzelltransplantation und Zelltherapien

Univ.-Prof. Dr. Peter BrossartUniv.-Prof. Dr. med. Peter Brossart
Leiter des Zentrums für Stammzelltransplantation und Zelltherapien

"Als interdisplinäres Zentrum treffen wir Entscheidungen gemeinsam. Ziel ist es, die effektivste Kombination aller verfügbaren Therapieoptionen für den Patienten festzulegen, um die bestmöglichen Heilungschancen und Therapieergebnisse zu erzielen."

Selbsthilfe

Das CIO Bonn arbeitet eng mit folgenden Selbsthilfegruppen und patient*innennahen Organisationen zusammen:

  • Zentrale Kontaktstellen in der Region und einzele Selbsthilfegruppen finden Sie hier
  • Die Deutsche Krebshilfe berät über das INFONETZ KREBS kostenfrei - telefonisch (+49 800 80 70 88 77) Erkrankte, Angehörige und Betroffene zu der Diagnose Krebs und hat spezielle Ratgeber herausgegeben:
    Die › Blauen Ratgeber.

Alle 6 Monate treffen sich über 20 Gruppen zu einem gemeinsamen Runden Tisch im CIO Bonn, um den gegenseitigen Austausch zu fördern. Hieran nehmen auch Entitäten übergreifende Gruppen teil.

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Bei der CAR-T-Zell-Therapie handelt es sich um eine neuartige zelluläre Immuntherapie, bei der patienteneigene Abwehrzellen (T-Zellen) mit einem sogenannten „Chimären Antigen-Rezeptor“ (CAR) ausgestatten werden. Die dadurch entstandenen CAR-T-Zellen können anschließend nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip die Krebszellen erkennen und abtöten. Mit dieser Therapieform wird es auch zum Teil schwer vorbehandelten Patienten ermöglicht, in vielen Fällen erneut eine langfristige Kontrolle über ihre Krebserkrankung zu bekommen oder gegebenenfalls sogar geheilt zu werden. Aktuell sind eine CAR-T-Zell-Therapien zur Behandlung folgender Erkrankungen zugelassen:

  • Diffus großzelliges B-Zell Lymphom
  • Primär mediastinales B-Zell Lymphom
  • Mantelzelllymphom
  • Multiples Myelom
  • Akute Lymphatische Leukämie (bis 25 Jahre)

Es werden darüberhinaus in absehbarer Zeit voraussichtlich weitere Zulassungen einer CAR-T-Zell-Therapie zur Behandlung des Follikulären Lymphomes sowie der Akuten Lymphatischen Leukämie im Erwachsenenalter folgen.

Bild einer CAR-T-Zelle mit einer Tumorzelle

Auch wenn es sich bei den CAR-T-Zellen per Definition um Arzneimittel handelt, handelt es sich hierbei um „lebende“ Medikamente, deren Herstellung und Applikation komplexe Abläufe beinhaltet und deren Verabreichung daher nur in spezialisierten Zentren erfolgen darf. Der Ablauf einer CAR-T-Zell-Therapie ist in der Regel wie im folgenden Schema dargestellt:

Schema CAR-Therapie

1. Apherese
Zunächst müssen mittels einer sogenannten Apherese (Zellsammlung / Gewinnung der T-Zellen) von den Patienten die körpereigenen T-Zellen (Abwehrzellen) entnommen werden. Dies erfolgt im Institut für Experimentelle Hämatologie und Transfusionsmedizin, Direktor Prof. Dr. Johannes Oldenburg, wobei ähnlich einer Blutspende die Abwehrzellen gesammelt werden und anschließend das restliche Blut wieder den Patienten zurückgegeben wird. Anschließend werden die gesammelten Zellen zur weiteren Verarbeitung an die entsprechenden Firmen verschickt.

2. Herstellung der CAR-T-Zellen
Mittels Gentransfer werden bei den jeweiligen Herstellern die T-Zellen mit den entsprechenden chimären Antigen-Rezeptoren ausgestattet, mit deren Hilfe die Abwehrzellen die Krebszellen wieder erkennen und abtöten können.

3. Lymphodepletion und Infusion der CAR-T-Zellen
Vor der Infusion der CAR-T-Zellen wird eine in der Regel gut tolerable Chemotherapie durchgeführt, die der sogenannten Lymphodepletion dient. Hiermit werden optimale Bedingungen zur Aktivierung und Vermehrung der CAR-T-Zellen geschaffen. Im Anschluss daran erfolgt die einmalige Infusion der CAR-T-Zellen. Nach eine entsprechenden Nachbeobachtungszeit von ca. 1-2 Wochen auf unserer darauf spezialisierten Station ist die Behandlung abgeschlossen und es beginnt die ambulante Nachsorge in unserer Spezialambulanz gemeinsam mit den zuweisenden Kolleginnen und Kollegen.

Zur optimalen Behandlung der Patienten mit CAR-T-Zellen ist somit eine enge Zusammenarbeit zwischen dem ZZSB, den Zuweisern und den darüberhinaus beteiligten Fachbereichen erforderlich.

Bild des Patientenflusses

Auf einer eigenen Einheit (KMT-Station) im Gebäude des CIO werden allogene Stammzelltransplantationen (=Transplantation von Stammzellen fremder Spender) durchgeführt. Hierbei werden als Spender neben HLA-identen Familienspendern auch allogene Stammzelltransplantationen von unverwandten Fremdspendern durchgeführt. Darüberhinaus gibt es die Möglichkeit, Stammzellen haploidenter Familienspender (Eltern oder Kinder der Patienten) oder Nabelschnurblut zu transplantieren. Die Indikationen für eine allogene Stammzelltransplantation umfassen vor allem

  • akute Leukämien (AML / ALL)
  • Myelodysplastisches Syndrom (MDS)
  • Myeloproliferative Neoplasien (MPN)
  • Multiples Myelom
  • Non-Hodgkin Lymphome
  • schwere aplastische Anämie

 

Spendersuche

Leibliche Geschwister haben eine 25%-ige Wahrscheinlichkeit, genügend übereinstimmende Gewebemerkmale (HLA-Merkmale) aufzuweisen, um als Spender in Frage zu kommen. Voraussetzung für eine Stammzellspende ist natürlich, dass sie selbst gesund sind. Gibt es keinen geeigneten Familienspender, so findet sich für etwa 80% aller Erkrankten ein Fremdspender aus weltweit zugänglichen Spenderdateien. Es sind auch Transplantationen mit Nabelschnurblut oder zur Hälfte passenden (=haploidenten) Familienangehörigen möglich.

Vorbereitung
In den Wochen vor der stationären Aufnahme zur Transplantation sind einige vorbereitende Untersuchungen nötig. Dazu gehören Organ-Ultraschall, EKG, Computertomographie (CT), HNO-ärztliche Untersuchung, Vorstellung beim Urologen/ Gynäkologen, zahnärztliche Untersuchung und ein psycho-onkologisches Vorgespräch. Die allogene Stammzelltransplantation wird erst nach Ausschluss eventueller Kontraindikationen durchgeführt.

Durchführung der allogenen Stammzelltransplantation
Die Stammzelltransplantation wird in verschiedene Phasen eingeteilt und findet auf unserer KMT-Station statt. Die Konditionierung, an deren Ende die Gabe der Stammzellen steht, gefolgt von der Aplasie, in der der Empfänger keine Blutbestandteile mehr bilden wird und die Spenderzellen die Aufgabe noch nicht übernommen haben. Am Schluss steht die Rekonstitution (Engraftment), in der die Spenderzellen reife Blutzellen bilden. 

Bild Schema Allo-Tx

Unter der Konditionierung versteht man die Therapiephase unmittelbar vor der Stammzelltransplantation. Sie unterdrückt zum einen das Immunsystem des Empfängers, um ein Anwachsen der Spenderstammzellen (Engraftment) zu ermöglichen, zum anderen zerstört sie die Stammzellen des Empfängers, um Platz für die Spenderzellen zu schaffen. Die Konditionierung bekämpft zudem noch verbliebene Leukämie- oder Tumorzellen. Neben Chemotherapien werden bei einigen Konditionierungen auch Ganzkörperbestrahlungen eingesetzt. Im Anschluss an die Konditionierung erfolgt die Stammzelltransplantation.

Nach der Konditionierung kann das Knochenmark keine oder nur noch sehr wenige Blutzellen bilden. Die Stammzellen des Spenders produzieren zwar schon Zellen, diese müssen aber erst zu vollständigen Blutzellen ausreifen, was bis zu drei Wochen dauern kann. Deshalb fehlen in dieser Zeit Erythrozyten (rote Blutkörperchen), Thrombozyten (Blutplättchen) und vor allem Leukozyten (weiße Blutkörperchen). Solange Ihre Leukozyten und im speziellen eine Untergruppe der Leukozyten (Neutrophile) einen bestimmten Wert unterschreiten, spricht man von einer Aplasie.

Nachsorge
Die Nachsorge erfolgt in unserer KMT-Ambulanz. In den ersten Wochen nach der Entlassung erfolgt diese in der Regel zweimal wöchentlich. Hierbei werden neben der eingehenden klinischen Untersuchung regelmäßig Laborparameter wie Medikamentenspiegel, Entzündungszeichen, Leber- und Nierenwerte sowie die Blutbildung kontrolliert.

Bei der autologen Stammzelltransplantationen werden patienteneigene Stammzellen transplantiert. Die autologe Stammzelltransplantation ermöglicht nach einer starken Chemotherapie die Regeneration des Blutbildes und erlaubt somit eine intensivere Behandlung gegen die Grunderkrankung. Indikationen zur Durchführung einer autologen Stammzelltranspantation sind hauptsächlich

  • Multiples Myelom
  • hoch- und niedrigmalignen Non-Hodgkin-Lymphome
  • Morbus Hodgkin
  • ausgewählten soliden Tumorerkrankungen (Sarkomen)

Nach einer sogenannten stammzellmobilisierenden Chemotherapie werden hierfür zunächst die eigenen Stammzellen gesammelt (Apherese) und eingefroren. Dies erfolgt im Institut für experimentelle Hämatologie und Transfusionsmedizin am UKB. Nach erfolgreicher Apherese erfolgt die intensive Chemotherapie (Hochdosistherapie) mit anschließender Refusion der patienteneigenen Stammzellen. Die Stammzellen des produzieren anschließend die Blutzellen, diese müssen aber erst zu vollständigen Blutzellen ausreifen, was bis zu drei Wochen dauern kann. Deshalb fehlen in dieser Zeit Erythrozyten (rote Blutkörperchen), Thrombozyten (Blutplättchen) und vor allem Leukozyten (weiße Blutkörperchen). Nach erfolgter Regeneration des Blutbildes erfolgt die Entlassung und es beginnt die entsprechende Nachsorge, welche in der Regel beim Zuweiser erfolgt.

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